Rundbrief Nr. 43 - Herz-Jesu-Familie

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           HERIBERT IMMEL HERZ-JESU-FAMILIE

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Arme-Seelen-Monat
Rundbrief Nr. 43
15. November 2018
      
Liebe Mitglieder meiner Herz-Jesu-Familie.

Heute schreibe ich Ihnen meinen Rundbrief Nr. 43. An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich für Ihr Gebet und Gaben bedanken, die Sie mir zukommen ließen. Ich werde auch weiterhin über die Herz-Jesu-Verehrung berichten und auch meine Internetseite ständig aktualisieren. Viele interessante Themen habe ich schon vorbreitet und werde sie demnächst veröffentlichen.

Es ist wieder an der Zeit, meinen neuen Rundbrief zu veröffentlichen. Heute habe ich einen sehr schönen Beitrag für diesen Rundbrief gefunden. Nachstehend ist er zu lesen.

Ungewöhnliche Erhörung einer Herz-Jesu-Verehrerin

Wenn Geistergeschichten erzählt werden, so darf man schon recht ungläubig sein; denn oft ist das, was man einen Geisterspuk nennt, nichts anderes als ein Spiel der überhitzten Phantasie oder es war gar eine Katze oder eine Nachteule, die uns erschreckt hat. Hie und da gibt es aber doch echte Geistererschei-nungen. Der liebe Gott kann einmal erlauben, daß liebe Verstorbene sich bei uns melden, sei es, um unser Gebet zu erlangen oder um uns Gutes zu tun. Von einem solchen Fall berichtete ein englischer Priester.

Er lebte in seiner Jugend mit seiner frommen Mutter und seinen Geschwistern auf einem kleinen Schloß am Seeufer. Von dem stillen Heim aus genoß man einen wundervollen Ausblick auf das Meer, das bei Sturm und Wetter seine Wellen wie weißen Schaum gegen die hohen Felsen warf. Im oberen Stockwerk der Wohnung hatte die Mutter ein Zimmerchen zu einer Kapelle eingerichtet und in dieser stand eine schöne Herz-Jesu-Statue, vor der Tag und Nacht ein rotes Lämpchen brannte. Wenn es dunkel wurde, sah man seinen Schein auf dem Meere schon von weitem, weil das Haus auf einer Anhöhe stand. Die Fischer kannten dieses Lichtlein gut und schon mehr als einmal hatte es ihnen den Weg gewiesen, wenn am Himmel ein Gewitter hing und schwarze Wolken die Sterne verhüllten. Eines Tages kniete die Frau länger als sonst vor dem Herz-Jesu-Bild. Schluchzend  trug sie dem Heiland das große Leid vor, das sie getroffen hatte, und die wie eine Zentnerlast auf ihre Schulter drückte.

Vor kurzem war ihr Mann gestorben und jetzt stand sie mit ihren beiden Knaben allein in der Welt da - ihr Töchterchen war dem Vater schon vor fünf Jahren in den Himmel vorausgeeilt. Was sollte nun aus ihren beiden Buben werden? Der Gedanke an die Ernährung ihrer Familie brauchte sie nicht zu ängstigen, denn ihr Mann hatte ihr ein hübsches Vermögen zurückgelassen. Nein, etwas anderes machte ihr Kummer. Ihr Mann war nämlich andersgläubig gewesen. Solange er gesund war, hatte er seine Frau nie gehindert, die Kinder in ihrem Glauben zu unterrichten, ja er sah es sogar gern, wenn sie in die Kirche gingen und eifrig im Empfang der heiligen Sakramente waren. Aber bei seinem Tod meinte er, als andersgläubige würden die Kinder besser durch’s Leben kommen und so setzte er seinen in London lebenden Bruder als ihren Vormund ein und erteilte ihm den schriftlichen Auftrag, sie nach seinem Tode zu sich zu nehmen und andersgläubig erziehen zu lassen. Der Onkel hatte sich zwar bei seinem Bruder nie mehr sehen lassen, denn er war sehr ungehalten, daß er eine Katholikin geheiratet hatte. Der Tod des Bruders ging ihm aber doch zu Herzen und der Inhalt seines letzten Briefes hatte ihn etwas versöhnt. Deshalb schrieb er der Mutter der armen Waisenkinder und teilte ihr mit, er habe die Absicht, sie zu besuchen, um sich mit ihr wegen der Unterbringung ihrer Knaben in einer andersgläubigen Erziehungsanstalt zu besprechen.

Nachdem die Mutter sich vor der Herz-Jesu-Statue ausgeweint hatte, holte sie ihre beiden Kinder, hieß sie mit ihr niederknien, umschlang beide zärtlich und betete: „Lieber Heiland, nimm sie lieber zu Dir, wie Du ihr kleines Schwesterchen zu Dir genommen hast, als daß sie ihrem Glauben untreu werden.“

Als die Buben ihr Schwesterchen nennen hörten und sahen, daß die Augen der Mutter vom Weinen ganz rot waren, fingen auch sie zu weinen an. Kurze Zeit darauf traf der Onkel wirklich in seinem kleinen Heimatstädtchen ein. Es dunkelte schon, als das Schiff am Landungsplatz anlegte. Das Wetter war recht unfreundlich. Deshalb beschloß er, den Besuch bei seiner Schwägerin auf den nächsten Tag zu verschieben und die Nacht in einem Gasthaus zuzubringen. Er bestellte ein Zimmer und bat den Kellner, ihm das Abendessen auf’s Zimmer zu tragen. Nachdem er das Zimmer gemustert und das Bett untersucht hatte, ob es wohl nicht zu hart sei, setzte er sich in einen Lehnstuhl, denn er war müde. Das viele Nachgrübeln darüber, wie er die Knaben von der „frömmelnden“ Mutter herausbekommen könnte, hatte ihn angestrengt. Wie er nun im Schein der hellen Lampe in seinem Notizbuch blätterte und nochmals die Rechnungen durchsah, die er auf dem Schiff hatte bezahlen müssen, vernahm er plötzlich ein Geräusch. Er blickte auf und sah ein etwa siebenjähriges Mädchen auf sich zukommen. Das kleine blonde Kind trug ein blaues Kleid, sah ihn einige Augenblicke scharf an und, noch bevor er reden konnte, sagte es mit warnender Stimme: „Daß Du mir aber die beiden Buben in Ruhe läßt!“ „Was meinst Du, Kind?“ fragte der Herr verdutzt, denn er wußte nicht, wie er die Worte verstehen sollte. Das Kind stützte seine Händchen auf den Tisch, lehnte sich etwas vorwärts, schaute ihn wieder mit durchdringendem Blick an und wiederholte: „Daß Du mir die beiden Buben in Ruhe läßt! Sonst wird Gott Dich strafen!“ Ganz verwirrt schloß der Herr sein Notizbuch und hielt sich die Hände vor’s Gesicht, um sich zu besinnen, ob er wach sei oder träume. Aber als er wieder aufblickte und das Kind nochmals fragen wollte, war er allein im Zimmer. Wohin war das Mädchen verschwunden? Woher war es gekommen? Wem gehörte es?... Da kam auch schon der Kellner und brachte die dampfende Suppe. Sofort fragte der Herr: „Was war denn das für ein kleines Mädchen, das mich eben besucht hat?“ Der Kellner schüttelte den Kopf und erwider­te: „Sie müssen sich getäuscht haben, mein Herr, wir haben keine Kinder im Haus.“ - „Aber Sie haben doch Gäste.“ - „Ja, aber nur einige ältere Damen.“

Um sich nicht lächerlich zu machen, brach der Herr das Gespräch ab und ließ den Kellner wieder gehen. Dann aß und trank er und legte sich zu Bett. Im Schlaf sah er die beiden Knaben seines Bruders, wie sie sich heiter und lustig im Hof vor dem Schloß tummelten. Als er erwachte, klangen ihm gleich wieder die Worte im Ohr: „Daß Du mir die beiden Buben in Ruhe läßt! Sonst wird Gott Dich strafen!“

Gegen Mittag kam er in’s Schloß. Unwillkürlich beschleunigte er seine Schritte, war es ja doch sein Vaterhaus, wo er seine glückliche Jugend verbracht hatte. Man führte ihn in’s Wohnzimmer. Obschon er seit langer Zeit nicht mehr dagewesen war, fühlte er sich doch sofort heimisch, denn zu seiner Freude stand alles noch so, wie es vor Jahren gestanden hatte. Da war der alte Schreibtisch, an dem seine Mutter so oft geschrieben, da war der alte Lehnsessel, in dem sie am Abend so gern geruht hatte. Da waren die Fenster mit dem Blick auf das Meer, und draußen die alten, zackigen Felsen, die wie Zeigefinger zum Himmel hinaufwiesen. ... Er ließ die Augen über die Wände schweifen: Die alten Familienbilder, alles liebe, alte Bekannte. - Doch nein... da hing ein neues, ihm unbekanntes Bild: Ein Kin­derantlitz, das ihn fast erzittern machte. Was war das? Das war ja das liebe, blauäugige Mädchen mit dem blonden Haar und dem blauen Kleid, das ihn gestern besucht hatte. Er betrachtete das Bild, das auch ihn anzuschauen schien, als wollte es sagen: „Daß Du mir die beiden Buben in Ruhe läßt! Sonst wird Gott Dich strafen!“ Wie er so, wie angewurzelt, vor dem Bilde stand, öffnete sich die Zimmertür und seine Schwägerin, die Mutter der beiden Knaben, trat herein. Sie war schwarz gekleidet und ihre Sorge spiegelte sich in ihren ernsten Gesichtszügen. Sie hatte erwartet, daß ihr Gast bei ihrem Erscheinen keine besondere Freude haben werde und war sehr verwundert über die Herzlichkeit, mit der er ihr entgegenkam. Aber noch ehe sie ihn begrüßen konnte, zeigte er auf das Kinderbildnis mit den Worten: „Bevor wir von etwas anderem sprechen, sag’ mir, wer das Kind ist und wo es ist.“ - „Das ist mein einziges Töchterlein, das der liebe Gott vor fünf Jahren zu sich in den Himmel genommen hat!“ antwortete die Mutter, und ein tiefer Seufzer ent­rang sich ihrer Brust. Der Onkel wurde kreidebleich und schwieg, so daß es der Mutter ganz sonderbar zumute wurde. Endlich wandte er sich an seine Schwägerin, und während große Tränen über seine Wangen rollten, sprach er: „Schwägerin, mir scheint, der liebe Gott selbst hat zu Deinen Gunsten ent­schieden. Ich war hierher gekommen, um Deine beiden Knaben fortzunehmen, ich werde sie Dir nun aber lassen.“ Dann erzählte er, was ihm begegnet war, und die Mutter weinte vor Freude, denn sie erkannte, daß ihr Gebet zum göttlichen Herzen erhört worden war.

Auf die Einladung der Familie hin blieb der Onkel noch einige Tage auf dem Schloß. Die beiden Buben gewannen ihn bald lieb und machten mit ihm Ausflüge. Je länger sie mit ihm beisammen waren, desto vertrauter wurden sie. So kam es, daß der jüngere einmal verriet: „Unserer Mutter war bange vor Dir und wir beteten jeden Abend, daß der liebe Gott uns lieber zu sich nehmen möchte, wie er es mit unserem Schwesterchen gemacht hatte, als daß Du uns fortführest.“ Der größere Knabe wollte die Ungeschicklichkeit seines Bruders gutmachen und sagte rasch: „Ja, Onkel, aber damals kannte sie Dich ja auch noch gar nicht.“ - „Das glaube ich wohl, wie sollte sie mich auch kennen, ich habe mich ja selbst nicht gekannt.“ Vor dem Abschied stellte sich der Onkel nochmals vor das Bild des Mädchens und bat: „Schwägerin, bete für mich, denn ich bin in vielem anders geworden, seit ich hierher gekommen bin und ... dieses Bild gesehen habe.“

Die Mutter erfüllte seinen Wunsch gern; jeden Abend wurde vor der Herz-Jesu-Statue dem Gebet für den verstorbenen Vater noch ein Vaterunser für den Onkel hinzugefügt.

Der Onkel kehrte nach Hause zurück; aber es dauerte gar nicht lange, da schrieb er, daß er mit seiner Frau und seinen Kindern katholisch geworden sei.

Die beiden Brüder wurden später Priester, vom Älteren stammt diese Geistergeschichte.

Sie ist ein ebenso wahres, wie schönes Beispiel für die Verheißung des Heiligsten Herzens Jesu: „Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines heiligsten Herzens ausgesetzt und verehrt wird.“

Jede christliche Familie ist von Glaubensgefahren bedroht. Möge darum das Herz-Jesu-Bild von jeder  Familie innig verehrt werden zum reicheren Segen für Zeit und Ewigkeit!

Quelle: Text und Bild aus der „Philomena-Zeitschrift“ 2/2000 - Ausgabe Nr. 40 Theresia-Verlag AG, CH-6424 Lauerz Kontaktadresse: Philomenazentrum Deutschland Robert-Bosch-Straße 58, D-83374 Traunwalchen.

Heiligstes Herz Jesu,

gieße in reicher Fülle Deinen Segen aus über die heilige Kirche, über den Papst und den ganzen Priesterstand! Gib den Gerechten die Gnade der Beharrlichkeit, den Sündern die Gnade der Bekehrung, den Ungläubigen das Licht des Glaubens! Segne unsere Verwandten, Freunde und Wohltäter, stehe den Sterbenden zur Seite und befreie die Seelen aus dem Fegfeuer! Breite über  alle Herzen die süße Herrschaft Deiner Liebe aus! Amen. - (Heiliger Papst Pius X.)

Wenn Sie umziehen teilen Sie mir bitte rechtzeitig Ihre neue Adresse mit, damit ich meine Unterlagen auf den neusten Stand bringen kann, denn es kommt vor, daß Briefe mit dem Vermerk zurückgeschickt werden, weil die Adresse nicht stimmt.

Bitte beten auch Sie am 28. Dezember für die unschuldigen Kinder, besonders aber für die, die, bevor sie geboren werden, aus fadenscheinigen Gründen, im Mutterleib ermordet werden.

Ich wünsche Ihnen eine geruhsame und besinnlichen Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2019.

Mit herzlichem Gruß Ihr Heribert Immel Herz-Jesu-Familie.


 
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