Rundbrief Nr. 25 - Herz-Jesu-Familie

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           Rundbrief Nr. 25 vom 15. Dezember 2009 - Die heilige Gemma Galgani - Der heilige Johannes Eude

Da ich heute bei meinem Rundbrief mehr Platz habe als sonst, werde ich heute über zwei Heilige be-richten, die ebenfalls große Herz-Jesu-Verehrer  waren. Zunächst über die heilige Gemma Galgani und daran anschließend über den heiligen Johannes Eudes.

Die heilige Gemma Galgani. Geboren am 12. März 1870 in Capannori. Gestorben am 11. April 1903 in Lucca.

Gemma Galgani, Mystikerin. „Tochter der Passion.“ Stigmatisiert. 1940 heiliggesprochen. Dargestellt mit Kreuz-Herz-Symbol auf der Brust. Ihr Fest ist am 11. April.

 Die erste stigmatisierte Mystikerin des 20. Jahrhunderts wurde am 12. März 1878 als Tochter des Apothekers Enrico Galgani und der Aurelia Landi in Capannori bei Lucca, in Italien, geboren. Sie erhielt in der am nächsten Tag in der Pfarrkirche von Camigliano empfangenen Taufe den schönen Namen Gemma, das heißt Edelstein. Als solcher erwies sie sich ihres kurzes Leben lang auf Grund ihrer Herzensreinheit. Opfer- und  Leidensbereitschaft, vor allem aber wegen ihrer Liebe zum leidenden Heiland, dem sie in vieler Hinsicht, auch sogar durch die Wundmale, ähnlich werden durfte.

Wenn die fromme Mutter der kleinen Gemma  vom Leiden Christi erzählte, konnte es dem Kind nicht lange genug dauern, da lockte kein Spiel und keine sonstige Zerstreuung, immer wieder bettelte Gem-ma: „Mutter, erzähl’ mir noch mehr von Jesus!“ Leider starb die Mutter am 17. September 1886, als Gemma  erst 8 Jahre alt war.

Die Schule besuchte Gemma  in Lucca bei den Schwestern der heiligen Zita. Hier wurde das kostbare Erbe der Christusliebe, das Gemma  von der Mutter übernommen hatte, noch mehr vertieft. Als sie 10 Jahre alt war, hielt sie es nicht mehr aus vor Sehnsucht nach der heiligen Kommunion: „Gebt mir Jesus!“ Ich halte es ohne ihn nicht mehr aus.“ So bettelte sie, bis ihr endlich die Erlaubnis zur heiligen Erstkommunion ein Jahr früher, als es damals üblich war, gewährt wurde. Das Glück ihrer ersten Begegnung mit Jesus im heiligsten Sakrament war überaus groß.

Am Ende der Schulzeit wurde ihr vom Vater der erste Schmuck geschenkt; sie fing an, sich damit zu zieren. Da hörte sie in einer sehr deutlichen Einsprechung die Worte: „Bedenke, daß die Schmuckstük-ke die eine Braut des gekreuzigten Königs zieren, keine anderen sein können, als Dornen und Kreuz.“ Von da an, es war im Jahr 1896, fühlte sie in sich das heftige Verlangen, Jesus als den Gekreuzigten ganz innig zu lieben und mit ihm verbunden zu leiden und ihn in seinen Schmerzen zu unterstützen.

Gemma, die anstelle der verstorbenen Mutter zur Zufriedenheit aller den Haushalt führte, erkrankte, als sie 19 Jahre alt war, es war im Jahre 1897, an einem Fußleiden. Es kam zu einer sehr schmerzhaften Operation. Am 11. September 1894 war Gemmas  Bruder Gino gestorben, am 11. November 1897 kam der Schnitter Tod auch noch zum Vater Gemmas, der überdies durch die vor-ausgegangenen Schicksalsschläge in größte finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Bei der zur Vollwaise gewordenen Gemma  folgte nun eine Krankheit  der anderen. Sie war wirklich das geworden, als was sie sich zu nennen und unterschreiben pflegte: „La povera Gemma, die arme Gemma.“  Zum Glück nahm sich die wahrhaft christliche Familie Giannini in Lucca ihrer an und beherbergte sie während dreieinhalb Jahren. Gesundheitlich wurde es bei ihr nicht besser, sondern immer noch schlechter: Rückenmark-Tuberkulose, Hirnhautentzündung und Lähmung. Schon rechnete man mit dem Ableben Gemmas, da kam es am 2. März 1899 auf die Fürsprache der heiligen Margareta Maria Alacoque, der Herz-Jesu-Mystikerin, zu einer wunderbaren Heilung.

Von da an wuchs Gemmas Liebe zum leidenden Heiland noch ganz gewaltig an. Eine Übung, um sich recht tief in das Leiden des Herrn zu versenken, gewöhnte sie sich nun an: Die mit der Verehrung der Todesangst leidenden Herzens Jesu zusammenhängende Übung der Heiligen Stunde. Gemma hielt sie  nicht bloß monatlich vor jedem Herz-Jesu-Freitag, sondern wöchentlich: „Ich habe dem Herzen Jesu versprochen, daß, wenn ich geheilt würde, ich jeden Donnerstag unwiderruflich die Heilige Stunde halten werde.“

An einem Abend im April 1899 fühlte sich Gemma  im Gebet ganz besonders gesammelt. Da fand sie sich, wie sie in ihrem Selbsterkenntnissen schreibt, „vor Jesus dem Gekreuzigten, der zu ihr folgende Worte sprach: „Schau, Tochter, und lerne, wie man liebt“, und er zeigte mir seine 5 geöffneten Wunden. „Siehst du dieses Herz, diese Dornen, diese Nägel, diese Striemen, diese Risse, diese Wunden, dieses Blut? Sie sind alle Werke der Liebe und zwar einer unendlichen Liebe. Siehst du, wie sehr ich dich geliebt habe? Willst du mich auch wahrhaft lieben? Dann lerne zuerst zu leiden. Leiden lehrt lieben.“ Bei diesem Anblick empfand ich großen Schmerz, und bei dem Gedanken an die unendliche Liebe des Herzens Jesu zu uns und beim Gedanken an die Leiden, die er für unser Heil gelitten hat, wurde ich ohnmächtig, fiel zu Boden und kam erst nach Stunden wieder zu mir.“

Von da an war Gemmas einziger Gedanke, ihre einzige Leidenschaft,  Jesus dem Gekreuzigten ganz ähnlich zu werden, mit ihm zu leiden und zu sühnen. Eines Tages sagte der Herr zu ihr nach der heili-gen Kommunion, die sie nun täglich empfangen durfte: „Mut, Gemma, ich erwarte dich auf Golgatha, auf jenem Berg, dem du entgegenschreitest!“ Am 8. Juni 1899, am Vorabend des Herz-Jesu-Festes, wurde Gemma gewürdigt, dem gekreuzigten Heiland auch äußerlich ganz ähnlich zu werden; sie empfing die Wundmale an den Händen und Füßen und an der Seite. Jeden Donnerstag um 20.00 Uhr, während der Heiligen Stunde, öffneten sich die Wunden und begannen zu bluten und bluteten bis zum Freitag jeder Woche, 15.00 Uhr. Zwei Jahre lang dauerte das an. Dann hörte dieser mystischer Vorgang plötzlich auf, weil Gemma in Gehorsam gegen den Befehl ihres Beichtvaters den Herrn gebeten hatte, dieses äußerlich sichtbare Leiden mit ihm von ihr zu nehmen. Aber in diesen zwei Jahren hat Gemma als Braut des gekreuzigten Blutbräutigams Woche für Woche sichtbar das Leiden des Herrn miterlebt, zuerst die Todesangst am Ölberg, dann die Geißelung, die Dornenkrönung und schließlich durch das Bluten der Wundmale, die Kreuzigung und die Durchbohrung des Herzens.

In dieser Zeit erwachte in Gemma auch die Sehnsucht, fortan Christus im Ordensstand dienen zu dür-fen. Sie wurde wegen ihrer Krankheitsgeschichte nicht genommen, sie wurde aber in der Welt immer mehr zur Sühne- und Opferseele im Dienste des göttlichen Herzens Jesu, dessen Verehrung sie vor al-lem ihr erster Beichtvater, Monsignore Giovanni Volpi, gelehrt hatte, der in Wort und Schrift ein großer Herz-Jesu-Liebhaber und Verkünder der Herz-Jesu-Verehrung war. Durch ihren zweiten Beichtvater und Seelenführer, den Passionisten Pater Germanp, der Gemmas erster Biograph wurde, wuchs Gemma geistigerweise in die Gemeinschaft des Passionistenordens hinein.

Zu Pfingsten 1902 offenbarte ihr der Herr in einer großen Vision, wie krank die Welt in ihren Sünden sei. Dann bat Jesus seine Leidensbraut um ihr Mitleiden und Sühnen und sagte ihr noch: „Ich brauche eine große Sühne, insbesondere für die Sünden und Sakrilegien, mit denen ich mich von den Dienern des Heiligtums beleidigt sehe.“ Gemma bot sich daraufhin dem Herrn ganz und gar an, er möge über sie die Schale des Zorns ausgießen und möge sich durch ihre Leiden verherrlicht sehen. Und eigenartig, Gemma, die die letzten Monate in guter Gesundheit verbracht hatte, wurde plötzlich wieder schwer krank. Der Herr nahm ihr großmütiges Opfer an: Schwere Krankheit, völlige Nahrungs-losigkeit, äußere und innere Qualen. Am Karsamstag des Jahres 1903, am 11. April, starb Gemma, nachdem sie am vorausgegangenen Karfreitag noch das Äußerste mit Christus gelitten hatte. Sie war bis zuletzt eine „Tochter der Passion Jesu“, die mit rührender Liebe zum Herzen Jesu litt und starb. Am 14. Mai im Jubeljahr der Erlösung 1933 wurde sie selig- und am 2. Mai 1940 heiliggesprochen.

Lassen wir zuletzt noch ein paar Aussprüche Gemmas auf uns wirken, die von ihrer Liebe und Vereh-rung für das göttliche Herz Jesu zeugen: 8. April 1900: Jesus, wie glücklich bin ich, wenn ich von Kämpfen müde werde und dann an deinem Herzen ausruhen kann!“

18. Juli 1901. „Es kann nicht möglich sein daß es so unempfindliche Herzen gibt, die sich von der göttlichen Liebe, von der geheimnisvoll brennenden Ausstrahlung des göttlichen Herzens meines Jesus nicht mitreißen lassen! Wie kann man, o Jesus, Dir nicht alle Herzschläge und alles Blut in den Adern weihen, Herz Jesu, Herz der Liebe?“

Brief der heiligen Gemma Galgani an Mariano Giannini. Am 6. September 1901. „Immer soll dir das Herz Jesu gegenwärtig sein! Es ist das Herz Gottes, zugleich anbetungswürdig und menschlich. Wenn das Herz Jesu ein menschliches Herz ist, so besteht aber doch ein gewaltiger Unterschied zwischen ihm und den anderen Herzen. Nähern wir uns diesem Herzen, und wir entdecken, wie es ein Herz ohnegleichen, der König aller Herzen ist!“

Brief der heiligen Gemma Galgani an Pater Germano. Am 21. Januar 1901. „Möchten doch die Flammen des Herzens Jesu mein Herz entzünden, möchte doch die Liebenswürdigkeit des Herzens Jesu mein Herz  erweichen!“

Brief der heiligen Gemma Galgani an Pater Germano. Am 5. Oktober 1900: „Jesus, öffne mir Dein Herz, auf daß ich in dasselbe eindringen kann!“ „O Herz meines Jesus, meinetwegen so gedemütigt. O großes und allmächtiges Herz, ich bete Dich an. Die Freude meines Herzens ist Jesus. Alles Glück kommt aus Dir, Du bist es, den ich überall und in allem suche!“

Da ich noch ein wenig Platz habe, werde ich heute eine weiterer Person beschreiben, die ebenfalls ein Herz-Jesu-Verehrer war. Es handelt sich um den heiligen Johannes Eudes.

Heiliger Johannes Eudes

Johannes Eudes. Ordensgründer. Superior. Gründer der Kongregation von Jesus und Maria. Begrün-der, Lehrer und Apostel des öffentlichen Kultes des Herzens Jesu. Dargestellt als Priester mit dem Herzen Jesu. Fest: 19. August.

Dieser Heilige, den der heilige Papst Pius der zehnte im Seligsprechungsdekret „auctor, doctor et apostolus cultus liturgici sacratissimi Cordis Jesu“ -  „Urheber, Lehrer und Apostel des liturgischen Kultus des Heiligsten Herzens Jesu“ - genannt hat, wurde am 14. November 1601 in Ri bei Argentan in der Normandie, in Frankreich, als ersehntes und inständig erbetetes erstes Kind der frommen Eltern Isaac Eudes und Martha Corbin geboren. Mit 12 Jahren wurde Johannes Eudes Schüler der Jesuiten im „College Royal du Mont“ in Cean. Am 25. März 1623 trat der junge Student in das vom überaus angesehenen Theologen Pierre Berulle, - er starb 1629 - gegründete und von diesem geleitete Oratorium in Paris ein und wurde zweifellos von diesem vorbildlichen Vorgesetzten  und dessen bedeutsamem Nachfolger Charles de Condren - gestorben 1641 - in seiner Spiritualität, auch was seine Herz-Frömmigkeit betrifft, stark beeinflußt und geprägt. Das fleischgewordene ewige Wort Gottes spielte dabei in seinen verschiedenen Zuständen eine entscheidende Rolle, was sicher im Kern schon eine Öffnung hin zur Herz-Jesu-Verehrung in sich schloß. In der persönlichen Frömmigkeit stand bei Johannes Eudes ursprünglich jedoch mehr die Herz-Mariä-Verehrung im Vordergrund, wobei er das Herz der seligsten Jungfrau aber nie getrennt vom Herzen Jesu sah, denn „Maria ist nichts, hat nichts und kann nichts aus sich selbst, Jesus, ihr Sohn, ist ganz in ihr, er ist ihr Sein, ihr Leben, ihre Heiligkeit, ihre Glorie, ihre Macht und Größe“, wie der Heilige erklärt hat. Bezeichnend ist für Johannes Eudes auch, daß er liturgisch das Fest des reinsten Herzens Mariä schon im Jahre 1648 feierte, das Herz-Jesu-Fest aber erstmalig erst im Jahre 1672.

Nach Abschluß der philosophischen und theologischen Studien wurde Johannes Eudes am 20. Dezember 1625 zum Priester geweiht. Zu Weihnachten 1625 rief er in der Mitternachtsmesse in der Oratoriumskapelle von Saint-Honore in Paris zum erstenmal den Herrn Jesus Christus aus dem Schoß des ewigen Vaters in die Gestalten von Brot und Wein herab. Die heilige Messe bedeutete ihm von da an das ganze Priesterleben lang unsagbar viel.

Als in seiner normannischen Heimat 1626 die Pest ausbrach, bat der junge Priester seinen Vorgesetzten im Oratorium wiederholt um Entsendung in das Seuchengebiet mit der bezeichnenden Bemerkung: „Wie könnte ich denn sicherer den Sinn meines Priestertums erfüllen, als sterben für meine Brüder, da doch Jesus Christus, das Vorbild der Priester, nicht anders gehandelt hat!?“

Nach langem, lebensgefährlichem Einsatz bei den Pestkranken wurde Johannes Eudes von 1632 bis 1676 der vielbegehrte Volksmissionar, der 45 Jahre lang Jahr für Jahr drei bis 4 Volksmissionen von 4 bis 8 Wochen Dauer abhielt, insgesamt mehr als 100. 12 bis 15 Beichtväter halfen ihm dabei, die durch seine Predigten zur Umkehr motivierten Menschen im Sakrament der Buße wieder auf den rechten Weg zu bringen. Viele der Bekehrten nahm er dann in die von ihm gegründeten, apostolisch und caritativ orientierten Bruderschaften auf; auch eine Art Sääkularinstitut der „Töchter vom Herzen der wunderbaren Mutter“ gründete er.

Da Johannes Eudes  bei diesen seinen Volksmissionen vielfach feststellen mußte, daß der religiös-sittliche Tiefstand vieler Pfarrgemeinden durch schweren Mangel an spiritueller,  pastoraler und theo-logischer Bildung der Seelsorger verursacht war, wurde diesem heiligen Priester von 1641 an die Gründung von vorbildlich geführten Priesterseminaren ein besonderes Herzensanliegen. Er begann mit der Gründung eines Priesterseminars in Cean, welcher dann die Gründung solcher in Coutanes 1650. In Liseux 1653. In Rouen 1659. In Evreux 1667, und in Rennes 1670 folgte. Zur Gründung des Priesterseminars in Cean hatte der heilige Johannes Eudes sogar der bekannte Kardinal Richelieu ermutigt; der damalige Obere des Oratoriums, Francois Bourgoing, er starb 1662, stellte sich aber aus nicht ganz durchsichtigen Gründen dagegen. Da verließ Johannes Eudes  das Oratorium von Cean, dem er bisher als Superior vorgestanden war, und gründete am 25. März 1643 seine eigene Priestergemeinschaft, die „Kongregation von Jesus und Maria“, deren Mitglieder er die doppelte Aufgabe stellte, gute Priester heran- und weiterzubilden, sowie durch Abhalten von Volksmissionen apostolisch tätig zu sein. Johannes Eudes selbst hatte sich schon 1636, um „semper et ubique“, „immer und überall“, ganz ernst zu machen mit seinem Priestertum, durch ein mit eigenem Blut unterschriebenes Gelübde verpflichtet, als eine „Jesus dargebrachte Opfergabe Schlachtopfer zu seiner Ehre aus reiner Liebe zu ihm“ zu sein. Um gefallenen, bei den Volksmissionen aber bekehrten Frauen und Mädchen helfen zu können, ihren guten Vorsätzen treu zu bleiben, gründete Johannes Eudes sogenannte Zufluchtshäuser, deren Leitung er vom Jahre 1644 an den Schwestern der von ihm in’s Leben gerufenen Genossenschaft der „Religieuses de Notre-Dame de la Charite du Refuge“, „Schwestern Unserer Lieben Frau von der Liebe der Zuflucht“, anvertraute. Allen seinen Söhnen und Töchtern brachte der große Volksmissionar eine Spiritualität bei, die im Begriff des „Herzens“ ihren zentralen Mittelpunkt hatte. Er sprach vom Herzen Mariens, das ganz eins ist mit dem ihres göttlichen Sohnes Jesus Christus, der hinwieder in ewiger Zeugung aus dem Herzen des Vaters als göttliche Person und kraft des reinsten Herzens der jungfräulichen Mutter Maria in seiner Menschennatur mit einem blutwarmen, fleischlichen, menschlich fühlenden und liebenden Herzen hervorgeht, das schönstes und tiefstes Symbol für die Liebe ist, die den Gottmenschen zum Sühnetod am Kreuz und zur Einsetzung der heiligsten Eucharistie trieb. Diese Gedanken seiner Herzens-Spiritualität brachte der Heilige immer mehr auch schriftlich zum Ausdruck in seinen im Druck erschienenen 15 Werken. Die wichtigsten davon sind folgende 3:

Erstens. „La vie et le royaume de Jesus dans les ames chretioennes“ – „Das Leben und das Königreich Jesu in den christlichen Seelen“, erstmalig 1637 erschienen und oft neu aufgelegt. Der Inhalt dieses Buches ist ganz kurz zusammengefaßt. Jesus ist alles, die christliche Seele aber lebt aus ihm, in Ihm und für Ihn. Sie tut alles in Jesus und für Jesus, und jeder Atemzug dient der innigeren Vereinigung mit Jesus. In einer Denkpause nach den großen Volksmissionen in der Normandie legte der heilige Johannes Eudes das folgende Gelübde ab, das im Sinn seines Buches „Das Leben und das Königreich Jesu in den christlichen Seelen“ schon ganz den tiefen Sinn seiner Herz-Jesu-Verehrung zum Ausdruck bringt, ohne daß er dabei das Wort „Herz-Jesu“ gebraucht hat: „In Vereinigung mit der übergroßen Liebe, mit der Du Dich, mein Jesus, Deinem Vater vom Augenblick der Menschwerdung an als Hostie und Schlachtopfer dargeboten hast, um Ihm zu Ehren und uns zuliebe das überaus schmerzliche Martyrium des Kreuzes zu erleiden – opfere, gebe, gelobe und weihe ich mich Dir, o mein Jesus, als Hostie und Schlachtopfer, um nach Deinem Belieben und mit Hilfe Deiner Gnade an meinem Leib und an meiner Seele alle Arten von Schmerzen und Qualen zu erleiden und selbst mein Blut zu vergießen und Dir mein Leben hinzuopfern in jeder Todesart, die Dir gefällt.“

Zweitens. „La devotion au tres sanint Coeur et au tres sacre nom de la bienheureuse Vierge Marie“ – „Die Andacht zum hochheiligen Herzen und hochheiligen Namen der seligen Jungfrau Maria.“ Hier geht es um das erste, 1648 in Caen veröffentlichte marianische Werk des heiligen Johannes Eudes. Es bringt die liturgischen Texte für die Verehrung des Herzens Mariä und eine Einführung zur erstmaligen liturgischen Feier des reinsten Herzens Mariä.“

Drittens.. „Le Coeur admirable de la tres Sacre Mere de Dieu ou la devotion au tres saint Coeur de Mariie“ – „Das wunderbare Herz der überaus heiligen Gottesmutter oder die Andacht zum heiligsten Herzen Mariä.“ Dieses Werk, das den Heiligen Jahrzehntelang beschäftigt hatte, vollendete er erst we-nige Wochen vor seinem Tod. Im Druck erschien es ein Jahr darauf, 1681, in Caen und wurde mehrmals neu aufgelegt. Ein Parallelwerk dazu, „La devotion au Coeur adorable de Jesus“ – Die Andacht zum anbetungswürdigen Herzen Jesu“ – ist verlorengegangen oder unauffindbar und scheint darum in der in den Jahren 1905 bis 1911 erschienenen 12bändigen Gesamtausgabe der Werke des heiligen Johannes Eudes nicht auf.

Wenn wir uns nun der besonderen Art, mit welcher der heilige Johannes Eudes vom Herzen Jesu ge-sprochen und die Herz-Jesu-Verehrung verstanden hat, zuwenden, so ist erstens die Vielseitigkeit des Herz-Begriffes, wie ihn dieser Heilige verwendet hat, zu beachten, und zweitens die immer wieder be-tonte Einheit der beiden heiligsten Herzen Jesu und Mariä.

Erstens. Der Herz-Begriff des heiligen Johannes Eudes.

Er hält sich dabei an die mehrfache Bedeutung, unter der das Wort „Herz“ in der Heiligen Schrift ge-braucht wird. „Es bedeutet zunächst das stoffliche. leibliche Herz, das wir in der Brust tragen, den edelsten Teil des menschlichen Leibes, Ursprung des Lebens, als erstes lebend, als letztes sterbend, Sitz aller Gefühle und Leidenschaften der Seele. Der Liebe, des Hasses, der Freude, der Trauer, des Zornes, der Furcht. Von diesem Herzen spricht der Heilige Geist im Buch der Sprüche, Kapitel 4, Vers 23: „Mehr als alles hüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus!“ Das Wort Herz gibt manchmal das gesamte Innere des Menschen wieder, alles, was zur Seele und zum inneren, geistigen Leben gehört, wie es aus den Worten des Sohnes Gottes an die getreue Seele folgt: „Setze Mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinem Arm!“ Das soll heißen: Präge durch vollkommene Nachahmung das Bild Meines inneren und äußeren Lebens deinem Inneren und Äußeren auf, deiner Seele und deinem Leib!“ Alles, was von Herzen kommt, geschieht aus Liebe. Darum ist das Wort „Herz“ letztlich vor allem auch ein symbolischer Begriff für die Liebe. „Herz“ bezeichnet letztlich also das Innere und Innerste des Menschen, den Personkern mit den geistigen Fähigkeiten des Erkennens und Wollens, vor allem des Liebens. Das gilt nun erst recht für das Herz Jesu.

 
Zweitens. Die Einheit des Herzens Jesu und des Herzens Mariä.

Frau O. Schneider hat in ihrem Buch „Der Prophet des Herzens Johannes Eudes“ mit Recht betont: „Das Herz der eudistischen Herzlehre ist die Lehre von der Einheit der Herzen, die Lehre von dem ei-nen Herzen. Pater Johannes Eudes stellt dies zunächst am „wunderbaren Herzen der Gottesmutter“ dar: „Um besser zu erkennen, was unter dem Herzen der seligsten Jungfrau zu verstehen ist, muß man wissen: So wie wir in Gott drei Herzen anbeten, die dennoch nur ein Herz sind, und wie wir im Gottmenschen drei Herzen anbeten, die nur ein einziges Herz sind., gleicherweise verehren wir drei Herzen in der Gottesmutter, die nur ein Herz sind. Das erste Herz, das sich in der heiligsten Dreieinigkeit befindet, ist der Sohn Gottes, der das Herz seines Vaters ist; das zweite ist der Heilige Geist, der das Herz des Vaters und des Sohnes ist; das dritte ist die göttliche Liebe, eines der anbetungswürdigen Attribute der göttlichen Wesenheit, sie ist das Herz des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, drei Herzen, die ein einziges Herz sind, mit dem sich die drei göttlichen Personen ewig wechselseitig mit einer Liebe, so groß, wie sie es verdienen, lieben; auch uns lieben sie mit einer unvergleichlichen Liebe. – Das erste Herz des Gottmenschen ist sein leibliches, fleischliches, Herz, das vergöttlicht ist wie alle anderen Teile seines heiligsten Leibes durch ihre hypostatische Vereinigung mit der göttlichen Person des ewigen Wortes. Das zweite Herz des Gottmenschen ist sein geistiges Herz, nämlich der oberste Teil seiner heiligen Seele, die sein Gedächtnis, seinen Verstand und seinen Willen in sich begreift und die durch dieselbe hypostatische Vereinigung in eigener Weise vergöttlicht ist. Das dritte Herz des Gottmenschen ist sein göttliches Herz, nämlich der Heilige Geist, durch den seine anbetungswürdige Menschheit allzeit mehr beseelt und belebt worden ist als durch deren eigene Seele und deren eigenes Herz; drei Herzen also im einen wunderbaren Gottmenschen, die nur ein Herz sind, da sein göttliches Herz als Seele, Herz und Leben seines geistigen Herzens und seines leiblichen Herzens sie in eine so vollkommene Einheit mit sich fügt, daß diese drei Herzen nur ein einziges Herz bleiben, das von unendlicher Liebe hinsichtlich der heiligsten Dreieinigkeit und mit einer unfaßbaren Liebe hinsichtlich der Menschen erfüllt ist. – Das erste Herz der Gottesmutter ist das leibliche Herz, das in ihrer jungfräulichen Brust eingeschlossen  ist; das zweite Herz der Gottesmutter ist ihr geistiges Herz, das Herz ihrer Seele, das durch die Worte des Heiligen Geistes bezeichnet wird. „Alle Glorie der Königstochter entspringt ihrem Inneren“, Psalm einundvierzig, Vers vierzehn, nämlich dem Herzen und dem Innersten ihrer Seele; das dritte Herz dieser heiligsten Jungfrau ist dasjenige, von dem sie spricht, wenn sie sagt: „Ich schlafe, doch mein Herz Wacht“, Hoheslied Kapitel fünf, Vers zwei. Das bedeutet nach der Erklärung mehrerer Theologen: Während ich meinem Leib die nötige Ruhe gönne, wacht mein Sohn Jesus, der mein Herz ist und den ich wie mein Herz liebe, allezeit über mich und für mich. Das erste dieser drei Herzen der Gottesmutter ist leiblich, doch ganz vergeistigt durch den Geist der Gnade und durch den Geist Gottes, der es ganz erfüllt. Das zweite Herz ist geistig, doch vergöttlicht, nicht durch die hypostatische Vereinigung wie das geistige Herz Jesu, sondern durch eine ganz hervorragende Teilnahme an den göttlichen Vollkommenheiten. Das dritte Herz ist göttlich und Gott selbst, denn es ist der Sohn Gottes. Diese drei Herzen der Gottesmutter sind nur ein einziges Herz durch die heiligste und nach der hypostatischen Einigung innigste Einigung, die je war und sein wird. Von diesen drei Herzen und vielmehr von diesem einzigen Herzen hat der Heilige Geist zweimal die Worte gesprochen: „Maria bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen“; Lukas Kapitel 2, Vers 10 und 51. Denn sie bewahrte erstens alle Geheimnisse und alle Wunder des Lebens ihres Sohnes in gewisser Weise in ihrem fühlenden, leiblichen Herzen, dem Ursprung des Lebens und dem Sitz der Liebe und aller anderen Leidenschaften, weil alle Bewegungen und Schläge dieses jungfräulichen Herzens, alle Funktionen des sensitiven Lebens, die ihm entsprangen, und aller Gebrauch der erwähnten Leidenschaften Jesus galten und allem, was in ihr vorging: Die Liebe, um Ihn zu lieben; der Haß, um alles zu hassen, was Ihm entgegen ist, nämlich die Sünde; die Freude, um sich seiner Glorie und Größe zu erfreuen; die Traurigkeit, um sich über seine Mühen und Leiden zu betrüben. Sie bewahrte zweitens in ihrem Herzen, nämlich den edelsten Teil ihrer Seele, im Innersten ihres Geistes, denn alle Fähigkeiten des höheren Teils ihrer Seele waren ohne Unterlaß angewandt, um alles bis in’s Kleinste, was im Leben ihres Sohnes vorging, zu betrachten und anzubeten. Sie bewahrte sie drittens in ihrem Herzen, nämlich in ihrem Sohn Jesus, der der Geist  ihres Geistes und das Herz ihres Herzens war.“

Wenn man nach eudistischer Auffassung das Herz Jesu und das Herz  Mariens und deren Einssein betrachtet, so muß man sagen: Hier geht es nicht nur um die Liebe, die Jesus und seine Mutter auf’s innigste verband, es geht um viel mehr, es geht um das Leben Jesu in Maria und um das Leben Marias in Jesus. Das Herz Jesu ist letztlich das Herz Mariens,  es lebt und herrscht in ihm auf’s vollkommen-ste. Hier trifft sich das Denken des heiligen Johannes Eudes ganz mit dem seines Lehrers Pierre de Be-rulle, der einmal schrieb: „Das Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes ist so zart, daß es mehr mit dem Herzen, als mit der Zunge gefeiert werden soll. Es ist ja auch ein Herzensgeheimnis, nämlich das der beiden edelsten und am innigsten vereinten Herzen, die es je auf Erden und im Him-mel gab und geben wird. Jesus lebt ja ganz innen in Maria und bildet gleichsam einen Teil ihrer selbst, sein Herz ist dem Herzen Mariens ganz nahe. Und Maria lebt wiederum in Jesus, der ihr Alles ist. Ihr Herz ist dem Herzen Jesu ganz nahe und flößt ihm das Leben ein. Und so scheinen Jesus und Maria nur ein einziges Lebendiges auf Erden zu bilden. Gehören diese beiden Herzen nicht jedes dem anderen? Einzig die Liebe kann es ausdenken, verstehen kann es nur die göttliche Liebe Jesu; es ist ein Geheimnis das wir auf Erden anbeten können, das uns aber für den Himmel aufgespart bleibt. O Herz Jesu, lebend in Maria und durch Maria! O Herz Mariens, lebend in Jesus und für Jesus! Gepriesen sei der Gott der Einheit und der Liebe, der sie zusammen einigt. Er einige auch unser Herz mit ihren beiden und lasse alle drei in Einheit leben zum Lobpreis der heiligsten Einheit der drei göttlichen Personen.“

Besonders aufschlußreich, für das, was der heilige Johannes Eudes vom göttlichen Herzen Jesu ge-dacht und von der recht verstandenen Herz-Jesu-Verehrung erwartet hat, sind auch die liturgischen Texte, der er für das Stundengebet und für die Festmesse des von ihm erstmalig 1672 in Cean gefeierten Herz-Jesu-Festes zusammengestellt hat: „Office du Coeur de Jesus.“ Nur auf das dreizehnmalige „Ave“, das der heilige Johannes Eudes dem heiligsten Herzen Jesu in seinen beiden Ordensfamilien täglich zurufen läßt, sei noch besonders hingewiesen.

Es steht nicht genau fest, wann der heilige Johannes Eudes dieses Gebet verfaßt hat. Sicher aber war es am Höhepunkt seines Eindringens in die von ihm so stark geförderte Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Verehrung, denn dieses Gebet stellt in seiner prägnanten Fassung gewissermaßen ein Kompendium, einen Abriß seiner Lehre über die recht verstandene Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Verehrung dar, und es geht ein ganz eigenartiges Fluidum von diesem Gebet aus. Man spürt, wenn man dieses Gebet andäch-tig und besinnlich betet, wie man durch dieses Gebet, von der Gnade Gottes erleuchtet und getrieben, sich förmlich angespornt fühlt, immer wieder neu Ernst zu machen mit dem ehrlichen Streben nach herzhafter Christusverbundenheit und nach radikaler Ganzhingabe des eigenen Herzens an die beiden in unzertrennlicher Einheit verbundenen heiligsten Herzen Jesu und Mariä, denen man sich geweiht hat. Dieses Gebet, das der Heilige im Gegensatz zu seinen theologischen Werken nicht in seiner französischen Muttersprache, sondern lateinisch abgefaßt hat und das im Gegensatz zu seiner sonst etwas weitläufigen, dem Sprachgefühl der Barockzeit entsprechenden, stark pathetischen Sprache wohltuend knappe, kurze und sehr einprägsame Formulierungen aufweist, lautet so.

Ave Cor, sanctissimum Ave (sei gegrüßt) Du heiligstes Herz!
Ave Cor, mittissimum Ave, Du sanftmütigstes Herz!
Ave Cor, humilimum Ave, Du demütigstes Herz!
Ave Cor, purissimum Ave, Du reinstes  Herz!
Ave Cor, devoptissimum Ave, Du ganz hingegebenes Herz!
Ave Cor, sapientissimum Ave, Du weisestes Herz!
Ave Cor, patinentissimum Ave, Du geduldigstes Herz!
Ave Cor, obedientissimum Ave, Du gehorsamstes Herz!
Ave Cor, vigilantissimum Ave, Du wachsamstes Herz!
Ave Cor, fidelissimum Ave, Du treuestes Herz!
Ave Cor, beatissimum Ave, Du seligstes Herz!
Ave Cor, misericordissimum Ave, Du barmherzigstes Herz!
Ave Cor, amantissimum Jesu et Mariä Ave, Du liebendstes Herz Jesu und Mariä!
         
Te adoramus Dich beten wir an,
Te laudamus Dich loben wir,
Te glorificamus Dich verherrlichen wir,
Te gratias agimus Dir sagen wir Dank,
Te amamus Dich lieben wir,
ex toto corde nostro aus umserem ganzen Herzen,
ex tota anima nostra aus unserer ganzen Seele,
ex totis viribus nostris! aus allen unseren Kräften!
 
Tibi cor nostrum offerismus Dir sei unser Herz dargeboten,
donamus geschenkt,
consecramus geweiht,
immolamus hingeopfert.
 
Accipe et posside illud totum Nimm es an und besitze es ganz,
et purifica und reinige es,
et illumina und erleuchte es,
et sanctifica und heilige es,
ut in ipso vivas et regnas auf daß Du in unserem Herzen lebest und herrschest,
et nunc et semper jetzt schon und immer
et in secula saeculorum. und in alle Ewigkeit. Amen.

Was der heilige Johannes Eudes in seinem Priesterleben wohl täglich gebetet haben wird, das wird er bei seinem Sterben am 19. August 1680 in Caen dem dreifaltigen Gott nochmals aus dankbarem Herzen, „corde magno et animo volenti“, wie sein Wahlspruch lautete, zugerufen haben: „O heiligste Dreifaltigkeit, ich opfere Dir auf und schenke Dir das anbetungswürdige Herz meines Jesus und das liebenswürdigste Herz der Mutter Jesu zum Dank für Deine unendliche Güte gegen mich. Ich opfere Dir auch in Vereinigung mit diesen beiden liebenswertesten Herzen mein ganz unwürdiges Herz auf mit allen Herzen meiner Brüder und Schwestern, Dich demütigst anflehend, es in vollen Besitz zu nehmen für immer.“ Der dreifaltige Gott aber hat dieses Gebet sicher voll und ganz erhört, wie Papst Pius X. bei der Seligsprechung 1909 und Papst Pius XI. bei der Heiligsprechung des Priesters Johannes Eudes, dieses „Propheten des Herzens, 1925, bestätigt haben. Jesus. Alles Glück kommt aus Dir, Du bist es, den ich überall und in allem suche!“

 
 
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